Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg

Dokumente

Pressemitteilung vom
Pressemitteilung.pdf (80,5 KB)  vom 18.04.2008

Der junge Luther 2008 - Einladung
Der junge Luther 2008 - Flyer.pdf (250,9 KB)  vom 06.04.2008

Weiteres

Login für Redakteure





Der junge Luther 2008

Demokratie - Volksbegehren - Korruption - Bürgerinitiative - Monarchie - Parlamentarismus - Mediendemokratie - Schattenkabinett
Wer soll es werden? Was wollen wir? Wie wollen wir regiert werden?

Wie viel Demokratie verträgt der Staat?

Alltägliche Fragen - ungewöhnliche Sichtweisen. Mit einem provokanten Thema wird die Symposiumsreihe "Der junge Luther" von der Mitteldeutschen Gesellschaft der Iurisprudenz an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg fortgesetzt. Zum Nachdenken und Debattieren laden wir alle Interessierten zum diesjährigen Symposium im Rahmen der Reformationsdekade am Donnerstag, dem 24. April 2008, 18.00 Uhr, in das Auditorium Maximum der Leucorea sehr herzlich einladen.

Martin Luthers reformatorisches Wirken blieb auch für die deutsche politische Kultur nicht ohne Bedeutung. Kirche war Politik. Heute ist Religion Politik. Wörter ändern sich, Fragen bleiben.
Nach der Reformation nutzten Fürstentümer, wie Hessen, Sachsen und Württemberg die neuen theologischen Grundlagen und lösten sich stärker von Rom. Politische Strömungen nutzten theologische Aussagen um sie für ihre Interessen zu missbrauchen. Bauernkrieg und Schmalkaldischer Krieg waren Vorboten für Missdeutungen religiöser Botschaften.
Martin Luther bekannte sich - vor allem - bei Auslegung der Paulusbriefe zur Obrigkeit und stellte klare Grenzen zwischen weltlicher und geistlicher Herrschaft auf.

Doch war Martin Luther ein Politiker? Diese Frage kann leicht verneint werden. Die MDGI stellt daher neue Fragen:
Was ist heute ein Politiker?
Wem steht die Macht im Staate zu?
Wie kann das Volk besser in Entscheidungen miteingebunden werden?
Wollen wir Bürger überhaupt mit in Entscheidungen eingebunden werden?
und will sich dennoch der Beantwortung der Lutherschen Programmatik unverbraucht stellen, wenn es heißt: Sollen wir die Obrigkeit ehren?

Nach unseren Vorstellungen wollen wir den Gästen frische Sichtweisen auf nicht unbekannte Probleme deutscher Gewaltenverschränkung liefern und wissenschaftlich-kritisch Bestandsaufnahme und unbekannte Lösungsansätze aufzeigen.
Aktuelles politisches Geschehen und Ausblicke in die Zukunft waren daher Anlass für die MDGI die Symposiumsreihe „Der junge Luther“ mit dem provokativen Thema "Wie viel Demokratie verträgt der Staat?" fortzusetzen.

Dieses Veranstaltung ist Bestandteil einer zehnteiligen Diskussionsreihe, welche in jedem Jahr ein Gebiet aus dem Wirkungsfeld des großen Reformators, des Theologen und Gesellschaftswissenschaftlers, des Politikers und Familienvaters, des Lehrers und Musikers ..., beleuchten möchte und die Bevölkerung durch individuellen Bezug Luthers Aktionsfelder auf die heutige Zeit, für das Reformationsjubiläum im Jahre 2017 sensibilisieren möchte. Die Schirmherrschaft hat Herr Dr. Reiner Haseloff, Minister für Wirtschaft und Arbeit des Landes Sachsen-Anhalt, übernommen. Die Veranstaltung wird in Kooperation mit der Europa-Union Deutschland – Landesverband Sachsen-Anhalt organisiert.

Zum Seitenanfang